Truppenübungsplatz Klietz


(by Richie Becke)

 

 

Im Juli 2025 öffnete der Truppenübungsplatz Klietz, anläßlich des 10-jährigen Bestehens der Bereichstruppenübungsplatzkommadantur OST und zum Jubiläum 35 Jahre Bundeswehr am Standort, seine Schlagbäume.

 

 

Das Gelände des Truppenübungsplatz umfaßt ca. 9000 Hektar (90 qkm) und bot Zugang zu einem 800m x 150m großen Gelände, auf dem sich die Bundeswehr, die Feuerwehr, das Technische Hilfswerk, die Polizei und andere BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) präsentierten.

 

 

Die Veranstaltung war sehr gut organisiert und bot vielen Interessierten einen farbigen, abwechslungsreichen Einblick in die Dinge, die auf dem Gelände des Übungsplatzes stattfinden und weit darüber hinaus.

 

 

Neben Großgerät des Heeres, wie der Kampfpanzer Leopard 2, der Haubitze 2000, dem Bergepanzer Büffel und dem Schützenpanzer Puma stellte sich das Heer in vielen Facetten dar, hierzu zählten u.a. die Militärpolizei, der Sanitätsdienst und nicht zu verachten, die Kochnationalmannschaft der Bundeswehr.

Sie zeigte ihr Können und verteilte Kostproben an die hungrigen oder neugierigen Zuschauer. Diese Mannschaft besteht aus militärischen und zivilen Köchen und vertritt die Streitkräfte bei internationalen Wettbewerben in der Disziplin Gemeinschaftsverpflegung (Community Catering). So errang die Mannschaft bei den Olympischen Spielen der Köche 2024 eine Bronzemedaille. Es hieß ein Drei-Gänge-Menü für 120 Personen innerhalb von fünf Stunden zu kochen.

 

Der Wettbewerb umfasste auch die fachgerechte Kalkulation von Zutaten und Preisen. Zudem musste das Mittagessen pünktlich fertig sein, sodass den Zuschauern das Ergebnis auf einem Ausgabetablett serviert werden konnte. Sie tritt aber auch bei öffentlichen Veranstaltungen wie dem Tag der Bundeswehr oder wie dort in Klietz auf. Die Kochkunst der Mannschaft erregte großes Interesse, zumal viele Besucher von der Existenz einer solchen Mannschaft sicherlich überrascht waren.

 

 

 

Als fliegende Komponenten der Luftwaffe, die auf dem Übungsplatz agieren, wurden eine EC135 (D-HDDL) und eine CH53G vom Hubschraubergeschwader 64 aus Holzdorf (84+38), und eine KC130J Super Hercules von der deutsch-französischen Lufttransportstaffel aus Évreux (55+04) vorgeführt.

 

Die CH53 war nahe dem Publikum abgestellt und wurde, wie auch das andere Fluggerät, mehrfach am Tag eingesetzt. So wurde u.a. eine Feuerlöschübung gezeigt, wo der Hubschrauber mit einem Feuerlöschbehälter flog. Start und Landung dieser großen Maschine war immer wieder ein Spektakel für alle Umstehenden.

 

Die Super Hercules zeigte mehrfach die Fähigkeit, auf unbefestigtem Gelände zu starten und zu landen. Dieser Flugbetrieb wurde von einem AZO Team (Assault Zone Operation) aus Jever vom Objektschutzregiment der Luftwaffe gewährleistet. Ein solches Team erkundet die Landefläche auf Festigkeit u.a. und es gewährleistet dann den Funkkontakt zum Flugzeug und versorgt die Besatzung mit den nötigen Informationen für die Landung bzw. den Start.

 

Eine wichtige Aufgabe ist die Vergrämung von Vögeln, die dem Flugzeug in Hinsicht auf Vogelschlag gefährlich sein könnten. Hierfür ist die Gruppe mit Mountainbikes ausgerüstet, um die Tiere leise zu vertreiben. Es war eindrucksvoll, die KC130J in dieser staubigen Umgebung operieren zu sehen. Insgesamt gab es 40 Aussteller, ca 30 militärische und 10 andere Dienststellen.

 


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