
In diesem Kapitel geht es um drei Basen im Norden Japans. Chitose auf Hokkaido, Misawa in Aomori und Matsushima in der Präfektur Miyagi. Da diese Flugplätze sehr weit von den üblichen Routen in Japan entfernt liegen ist es mit einigem Aufwand verbunden, dort zu fotografieren. Während der Sommerferien besuchte ich den Norden des Landes und konnte der Familie einige Stunden an den Plätzen abringen.
Am interessantesten war sicher der Besuch in Chitose. Dort fand zu diesem Zeitpunkt die Übung Pacific Skies statt die Base war Quartier für das deutsche Kontingent. So bin ich also 11.000 km gereist, um unsere Eurofighter und A-400M abzulichten. Es war aber auch der Ort, an dem ich meine erste deutsche C-130 vor die Linse bekam. Das Wetter war leider nicht so optimal, japanische Sommer sind oft sehr feucht.
Mit dem Flieger ging es am Abend nach Aomori City. Der kurz Flug in der Embraer 175 der JAL erspart einem fünf Stunden in den Zügen. Leider ist der Shinkansen noch nicht bis Chitose und Sapporo fertiggestellt. Von Aomori City fuhren wir am nächsten Morgen nach Misawa und besuchten neben dem Aussichtsdeck auf dem kleinen Zivilterminal auch das sehr sehenswerte Museum.
Der Betrieb in Misawa war schon deutlich besser, als der in Chitose. Neben zwei F-35 Einheiten der JASDF sind dort auch noch zwei F-16 Staffeln der US Air Force zu Hause. Zusätzlich gab es ein Deployment der US Navy (EA-18G, Yippie mein Lieblingsflieger) und einige F-22 aus Hawaii. Bis am Mittag der Regen einsetzte waren es über 50 Flugzeuge, die starteten oder landeten.
An unserer nächsten Station ging es bedeutend ruhiger zu. Matsushima ist einer der ältesten Flugplätze der JASDF und Heimat des Displayteams Blue Impuls und der 21 Hikotai. Diese ist verantwortlich für die Musterausbildung auf der Mitsubishi F-2. Der Platz wurde durch das schwere Erdbeben 2011 bekannt, als Fernsehbilder um die Welt gingen, wie einige Maschinen durch die Flutwelle fortgespült wurden.
Heute schütz ein großer Wall auf der Seeseite vor einer neuen Katastrophe dieses Ausmaßes. Leider war es am Tag unseres Besuchs sehr sehr heiß und Bodenbilder des eh schon spärlichen Traffics waren nahezu unmöglich. Zwei der F-2 gingen auf der Last Chance kaputt und rollten zurück auf die Rampe. Manchmal will halt nichts klappen.