Frankfurt im Coronajahr 2020


 

 

Eigentlich wollte ich hier nur die Bilder sprechen lassen, doch so ganz ohne Worte und Erklärungen geht´s dann doch nicht. Während bis Ende März die Lage am Himmel noch in Ordnung schien und sich EDDF anschickte, zu einem neuen Rekordjahr auszuholen, kam dann mit den Reisebeschränkungen das jähe Ende dieses Traums. Die erste Phase dieser Krise war geprägt von den Repatriierungsflügen. Während die Lufthansa und Condor fleißig Deutsche Staatsbürger zurück ins Heimatland flogen, machten andere Airlines dies in entgegengesetzte Richtung.

 

Dies sorgte dafür, das Lufthansa plötzlich nach Neuseeland flog und Air New Zealanf nach Frankfurt kam. Nach dem ende dieser Phase kam dann die große Durststrecke und die Flotten wurden weltweit eingemottet und nachhaltig verkleinert. Hier beschleunigte die Krise einen Prozeß, der angesichts der globalen Erwärmung eh eingetreten wäre. Das Ende der Vierstrahler wurde eingeläutet.

 

 

 

 

Was dann folgte war ein enormer Anstieg der Luftfracht. Masken und allerlei andere Hilfsgüter mussten nach Deutschland transportiert werden. Da schlagartig nicht mehr die Kapazitäten der normalen Linienflüge zur Verfügung standen, wurden einige Passagiermaschinen kurzerhand zu Frachtern umfunktioniert oder es wurden die letzten Seelenverkäufer gechartert. 

 

So brachte die Krise die damals letzte zivil genutzte Ilyishin IL-62 der weißrussischen Rada Air nach Frankfurt. Die ehemalige Interflug-Maschine hat inzwischen Gesellschaft bekommen und so hat Rada heute mit zwei dieser Schönheiten. Ein weiteres Highlight waren die Dreamliner der Juneyao Air in ihren farbenprächtigen Bemalungen.

 

 

 

 

Daneben gab es auch noch die etwas spezielleren Flüge, wie die zwei C-17A Globemaster III der Luftwaffe von Katar. Sie flogen eine Woche von Frankfurt Modulkrankenhäuser nach Italien, das von der Pandemie besonders getroffen war. Daneben gab es noch weiteren militärischen Traffic, da man ja plötzlich niemanden mehr behinderte. In besonderen Einzelfällen flogen Medivac-Flugzeuge einzelne schwer erkrankte Personen nach Frankfurt, da in Deutschland die Behandlungsmöglichkeiten besser waren, als in ihren Heimatländern.

 

Jetzt wo der Luftverkehr sich wieder langsam erholt und die Menschen wieder reisen sind die Schätze der Luftfahrt leider aus Frankfurt verschwunden. es war auf jeden Fall eine spannende Zeit, deren Begleiterscheinungen wir hoffentlich bald hinter uns lassen können.