Zeitreise in die Luftfahrtgeschichte


 

 

Am 11.12.2014 wurde in Soesterberg ein modernes Museum mit spektakulärer militärhistorischer Ausstellung eröffnet.

 

 

 

Als ich jung war und am Anfang meiner Luftfahrtbegeisterung stand, war es etwas Besonderes, nach Soesterberg zu reisen, um dort im Militaire Luchtvaatmuseum (MLM) die Exponate zu bewundern.

 

 

 

Zunächst dachte ich, es würde ein Art Zeitreise werden, als ich mich eher zufällig wieder auf den Weg nach Soesterberg machte.

 

Etwas gelangweilt fuhr ich los. Meine Erwartungen waren bescheiden. Ich würde einfach das Museum von damals zu besuchen, auf leichte Veränderungen war ich irgendwie vorbereitet.

 

 

 

Das erste Erstaunen kam auf, als die Wegweiser mich letztendlich an ein anderes Ziel brachten. Dann war mir bei Erreichen des Parkplatzes sofort bewußt, hier hatte man etwas gänzlich Neues geschaffen.

 

Durch die Bäume konnte ich die Umrisse eines modernen Baus erkennen.

 

 

 

Das neue Museum befindet sich direkt auf der ehemaligen Vliegbasis Soesterberg. Das alte Ausstellungsgelände, war etwas südlich (der Autobahn A28) angesiedelt.

 

 

 

Schon am Eingang merkt man, das Konzept hat sich ebenfalls geändert.

 

Das Museum mußte seinen Namen einbüßen, weil sich die Ausstellung nicht mehr nur auf die Luftfahrt konzentriert. So wurde aus dem Luchtmacht Museum das Nationaal Militair Museum – kurz NMM.

 

 

 

So wird der Besucher am Eingang von einem Leopard-Panzer begrüßt. Das NMM beherbergt heute eine ganzheitliche Sammlung der Land- und Luftstreitkräfte, sowie der Militärgeschichte international.

 

 

 

 

 

Schon in jungen Jahren war eine F-15C Eagle (AF 77132) der 32nd Tactical Fighter Group, USAFE der „Wolfhounds“ eine Attraktion.

 

 

 

Sie ist es auch heute noch und das machte meine Zeitreise dann doch noch in Teilen möglich. Denn diese Maschine war schon bei meinem vergangenen Besuch existent.

 

 

 

Die altbekannte F-15C bildet ein Element eines eindrucksvollen Displays von Flugzeugen, die nach Angaben des Museums selbst einen „dogfight“ darstellen sollen.

 

 

Mir persönlich kommt das Arrangement eher wie ein Flugmanöver, eine Rolle, vor, die durch mehrere Flugzeuge, die von der Decke hängen, dargestellt wird. Rechnet man die Meteor am Anfang und die F-16AM am Ende dazu, so erlebt man den Start und die Landung mit.

 

Die Ausstellungshalle ist bestückt mit Panzern, gepanzerten Fahrzeugen, anderen militärischen Fahrzeugen und diversen Exponaten aus verschiedenen Jahrzehnten

 

 

 

 

Das Gebäude betritt man über eine Brücke, die zu einem breiten Eingangsbereich führt, wo man im Inneren von freundlichen Mitarbeitern an der Information oder dem Schalter für Eintrittskarten begrüßt wird.

 

 

 

Das Zentrum des Museums bildet ein Lichthof, der von verschiedenen Ausstellungsräumen unterschiedlicher Themen umgeben ist.

 

Die Räume sind aufwendig und interessant gestaltet. Lichtinstallationen und moderne Konzepte unterstreichen eine Ausrichtung, die so manchen begeistern kann.

 

 

 

Für das leibliche Wohl sorgen ein Balkoncafe und ein Snackrestaurant im Erdgeschoß, durch das man in den Außenbereich gelangt.

 

Das Tagesticket berechtigt zum dreimaligen Wechsel zwischen dem Innen- und dem Außenbereich.

 

 

 

Der Außenbereich ist zurzeit noch spärlich mit Exponaten bestückt. Auf Nachfrage hin, wurde mir bestätigt, es befänden sich weitere Exponate in der Vorbereitung, um den Bereich um das Gebäude zu vervollständigen.

 

 

 

Ein Spielbereich für Kinder und die Möglichkeit auf der Ladefläche eines Militär-Lkws mitzufahren, macht das Museum insgesamt sehr familienfreundlich.

 

 

 

Das NMM hat mich sehr beeindruckt. Es ist nicht mit dem Museum von früher zu vergleichen. Meine Zeit war leider begrenzt, so daß ich einem weiteren Besuch dort entgegensehe, zumal fotografischer Kreativität viele Möglichkeiten erscheinen.